In Deutschland haben Studierende für das Studium die Wahl zwischen den Universitäten und den Hochschulen. Darüber hinaus gibt es Kunst- und Musikhochschulen. Die meisten dieser Einrichtungen sind öffentlich und werden von den Ländern finanziert. Die Studiengebühren, welche manche Bundesländer eingeführt hatten, wurden bis auf Ausnahmefälle (zum Beispiel bei einem Langzeit-, Fern- oder Zweitstudium) wieder abgeschafft. Daneben gibt es in Deutschland nur eine kleine Anzahl an Privatuniversitäten, die unterschiedlich hohe Kosten von ihren Studierenden fordern. Darüber hinaus kann man an einer Berufsakademie (BA) oder an einer Dualen Hochschule studieren, bei der man einen Ausbildungs- oder Praktikumsvertrag mit einem kooperierenden Unternehmen abschließt, um dann in der Regel drei Jahre lang abwechselnd an der BA oder Dualen Hochschule und in einem Unternehmen eine Ausbildung bzw. einen Studienabschluss zu erlangen.
Das deutsche Hochschulsystem hat sich größtenteils den europäischen Bedingungen angepasst und im Rahmen des Bologna-Prozesses die Studiengänge reformiert. Anstelle des Diploms und Magisters werden nun zumeist Bachelor- und Masterabschlüsse verliehen. Ausnahmen hiervon bilden die verschiedenen traditionellen Staatsexamens-Studiengänge der Lehrämter sowie die Fächer Jura und Medizin (allerdings gibt es auch hier teilweise bereits Bachelor- und Masterstudiengänge).